Zirkusprojekt 2013

1, 2, 3 – Manege frei

Pyramiden, fliegende Stäbchen und tanzende Raupen auf dem Winterhauch

Am 29. Juni gastierte der Zirkus Saltolino in Strümpfelbrunn. Doch wer ein großes Zirkuszelt suchte, suchte vergebens. Stattdessen verwandelte sich die Sporthalle der Winterhauchschule zur Manege und die Schüler der 3. und 4. Klassen zu großartigen Artisten.

Bereits zum 4. Mal fand das Zirkusprojekt an der Schule statt. Eine ganze Woche lang übten und trainierten die Schüler unter der Anleitung des erfahrenen Zirkuspädagogen Marcus Kohne vom Centrum Mikado (www.centrum-mikado.de).

Dabei wurden Sie tatkräftig von einigen Eltern unterstützt, die sich spontan bereit erklärt hatten zu helfen.

Zuerst hieß es Ausprobieren. Vieles was so einfach aussah, war in Wirklichkeit viel schwieriger. Und viele der 78 kleinen Artisten, wuchsen bei den Proben über sich hinaus.

Am Samstag hieß es dann „Hereinspaziert“. Nach einer letzten Generalprobe machte sich so langsam das Lampenfieber breit. In der Garderobe herrschte emsiges Treiben, mussten doch die kleinen Künstler angekleidet und geschminkt werden.

Aber auch das Publikum: die Eltern, Omas, Opas und Geschwister konnten es kaum erwarten. In der bis auf den letzten Platz vollbesetzten Turnhalle der Winterhauchschule fieberten auch sie dem Beginn entgegen.   

Pünktlich um 11 Uhr hieß es dann: „Manege frei!“ - und die beiden Zirkusdirektoren Paul und Finn eröffneten die Vorstellung.

Den Anfang machte eine Artistikgruppe, die dem Publikum eindrucksvoll zeigte, dass es Pyramiden nicht nur in Ägypten gibt.

Mit einem gut gemeinten Hinweis auf das heimische Porzellan, folgten auch schon die Jongleure. Mit ruhiger Hand brachten sie die Teller zum Drehen und das Publikum zum Applaus.

Anschließend flitzten die Einradfahrer durch die Manege. Ob einzeln oder in der Gruppe bewiesen sie, dass man (frau) sich auch auf einem Rad akrobatisch fortbewegen kann.

Es folgten die Diabolospieler. Zeigte in der ersten Gruppe jeder der jungen Akteure sein Können, so erstaunte die zweite Gruppe damit, dass man auch zu Viert mit einem Diabolo eine Menge Spaß haben kann.

Und auch Seiltänzer traten im Zirkus Saltolino auf. Gut gesichert zeigten die 4 Mädchen und ein Junge, wie einfach es ist über ein Seil zu gehen. Mit unterschiedlichen Choreographien wussten sie das Publikum zu begeistern.

Dann folgten die „Devil Sticks“. In rasender Geschwindigkeit wirbelten die Sticks durch die Luft, wurden gefangen, wieder in Position gebracht um in nächsten Moment hoch über den Köpfen der Kinder die Position zu wechseln.

Wem dies noch nicht genug war, der konnte bei der folgenden Gruppe den Atem anhalten: Rola Bola. Balancierend auf einem Brett, welches auf einem Stück Rohr gelagert war, brachten die jungen Künstler so ganz nebenbei auch noch mehrere Teller zum Drehen.

Aber was ist ein Zirkus ohne Tiere? Zu den Klängen von Gangnam-Style kam Dompteur Lucas mit seinen tanzenden Raupen in die Manege. Die sonst so possierlichen Tierchen, die man eher im Garten und im Salat vermutet, bewiesen, dass sie durchaus Musik im Blut haben. Sie wirbelten durch die Manege und auch ein Raupenhüftschwung durfte nicht fehlen.

Zum Schluss wurde dann eine ruhige Kugel geschoben. 13 junge Artisten zeigten ihr Können, auf einer Kugel zu laufen. Mit Leichtigkeit stiegen sie auf die Kugeln, um dort die verschiedensten Kunststücke zu zeigen: Jonglieren, Ballspielen und sogar Seilhüpfen stand auf dem Programm. Am Ende entrollten sie ein großes Plakat mit der Aufschrift „Danke“.   

Die Zeit verging viel zu schnell. Nach einer spektakulären 80minütigen Show folgte unter tosendem Beifall das große Finale. Die beiden Zirkusdirektoren baten alle 78 Artisten und Akteure nochmals in die Manege. Auch die zahlreichen Helfer bekamen einen großen Applaus und von Herrn Kohne als Dankeschön eine Rose überreicht.   

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an alle Helfer und die unzähligen fleißigen Hände, die das Zirkusprojekt 2013 möglich gemacht haben.     
(Text: Petra Meyer-vom Hagen)

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